Jagdschloss Hubertusstock
Das Jagdhaus Hubertusstock wurde in der Zeit von 1847-1849 im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV im bayrischen Landhausstil zu Ehren seiner Frau Elisabeth von Bayern (Tochter von König Maximilian I von Bayern) errichtet. Es diente den deutschen Kaisern Wilhelm I und später Wilhelm II als offizielle Jagdresidenz. Wegen seiner repräsentativen Aufgaben bürgerte sich der Begriff "Jagdschloss Hubertusstock" ein.
Bis 1918 gehörte das Areal der Herrscherfamilie der Hohenzollern. Dann wurde es der Krongutverwaltung des Königshauses unterstellt. 1926 wurde es dem preußischen Staat übertragen. Ab 1927 informierte die umfangreiche Hövelausstellung (Dauerausstellung) über Wild, Jagd und Geschichte in der Schorfheide. Während der Zeit des Nationalsozialismus war Hubertusstock für den Reichsforst- und Reichsjägermeister Hermann Göring nicht repräsentativ genug. Er ließ sich sein eigenes, luxuriöses Jagdschloss Carinhall bauen.
Nach dem zweiten Weltkrieg ging das Objekt in das Eigentum der Brandenburgischen Landesregierung und diente dem Ministerpräsidenten als Landsitz.
Von 1952 bis 1971 war es ein Erholungsheim für leitende Angestellte des Ministeriums des Innern der DDR.
Das alte Jagdhaus wurde von 1971 bis 1973 abgerissen, neu gebaut und als Gästehaus der DDR-Regierung zu zahlreichen Treffen mit ausländischen Staatsgästen genutzt.
Nach dem Beitritt der DDR zur BRD 1990 sollte das Jagdschloss Hubertusstock privatisiert werden, was durch Proteste der Bevölkerung verhindert werden konnte.
Das Land Brandenburg wurde Eigentümer des Areals. 1992 schloss die Landesregierung einen Nutzungsvertrag mit dem Bildungswerk der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg e.V. sowie einer Berliner Investorengruppe ab.
Die Berliner Investorengruppe betrieb bis 2001 Hotel und Restaurant "Jagdschloss Hubertusstock".
Nach der vorübergehenden Schließung folgte ab 2005 eine eingeschränkte Nutzung.
Seit Mitte des Jahres 2009 können Besucher wieder die renovierten Zimmer der Waldvillen und des Haupthauses ganzjährig als Übernachtungsmöglichkeit (mit Frühstück) buchen.
Das Ausflugslokal ist ab Anfang Mai an den Wochenenden von 11.30-18.30 Uhr geöffnet.
Haus und Geländeführungen zu diesem geschichtsträchtigen Ort finden nach Terminvereinbarung statt.
Anschrift:
Jagdschloss Hubertusstock
Hubertusstock 1
16247 Joachimsthal
Kontakt:
Tel.: 033363 5 00
Fax: 033363 50255
E-Mail: info@hubertusstock.de
www.hubertusstock.de



